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Beschaffenheit des Heizungswassers

In den letzten Jahren hat sich die Technik der Wärmeerzeugung deutlich verändert. Die Leistungsdichte der Wärmeerzeuger, insbesondere für Brennwertsysteme, wurde signifikant erhöht. Durch diese Erhöhung und die sich daraus ergebende kompaktere Bauweise konnten die Herstellungskosten reduziert und damit günstigere Verkaufspreise ermöglicht werden.
Mit diesen wertvollen Leistungsverbesserungen gehen aber höhere Anforderungen an die Beschaffenheit des Heizungswassers einher, da die kompakteren Wärmetauscher empfindlicher auf wasserseitige Ablagerungen (Kalk, Magnetitschlamm…..) reagieren.

1. Entstehung von Kalkablagerungen, mögliche Folgeerscheinungen:

Ursachen: Entscheidend für das Ausmass der Steinbildung in Heizungsanlagen sind die:

  • Wasserbeschaffenheit, Menge an Füll- und Ergänzungswasser, Temperatur an den Wärmeübertragungsflächen des Wärmeerzeugers, Betriebsbedingungen

Auswirkungen:

Mit zunehmender Steinbildung kommt es zu:

  • einer Querschnittsverringerung des wasserseitigen Wärmetauschersystems
  • schlechteren Wärmeübertragungseigenschaften durch die isolierende Kalkschicht und damit verbundenem schlechteren Wirkungsgrad
  • Störungen und Schadenfällen durch örtliche Überhitzung (z.B. Siedegeräusche, Risse)
  • erhöhtem Strömungswiderstand

2. Massnahmen zur Verhinderung von Schadenfällen

Entsalzung des Heizungswassers im Mischbettverfahren (Entfernen aller Kationen und Anionen)
Es ist zu beachten, dass im Anschluss an die Vollentsalzung der ph-Wert des Wassers zu prüfen und durch Alkalisierung anzupassen ist. Nach einigen Wochen ist eine weitere Prüfung und gegebenenfalls nochmalige Anpassung des ph-Wertes erforderlich.

Es gelten die VDI Richtlinie 2035